Patria ABC

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


A

Allzeit Bereit!

Der Wahlspruch der deutschsprachigen Pfadis. Im englischen Original (eingeführt durch Bi-Pi) lautet er “Be prepared!” (sei vorbereitet!). Man soll immer und überall, geistig und körperlich, in der Lage sein, die Pfadfinderpflicht zu erfüllen, sich an das Pfadigesetz zu halten, sein Pfadiversprechen zu halten und anderen Menschen zu helfen.

APV

Altpfadfinderverband. Nach der aktiven Zeit in der Patria engagieren sich viele Mitglieder auch weiterhin noch für die Pfadi und pflegen ihre Bekanntschaften aus der Pfadizeit. Pfadi bleibt man ein Leben lang oder: Einisch Pfadi – immer Pfadi!

AuBiLa

Ausbildungslager für Jungvenner und Venner. Dieses Lager besucht man normalerweise etwa mit 15 Jahren.


B

Bantigerheim

Unser Pfadiheim in der Äusseren Enge. Sehr gut erreichbar mit den
öffentlichen Verkehrsmitteln Bus 21, Haltestelle “Äussere Enge”).

Bi-Pi

Kurzform für Lord Robert Stephenson Smyth Baden-Powell of Gilwell, Gründer der weltweiten Pfadibewegung. Er wurde am 22. Februar 1857 in London geboren. Anfangs des 20. Jahrhunderts erarbeitete Bi-Pi in seinen freien Stunden ein Erziehungsprogramm für die Jugend. 1907 führte er mit 20 Buben aus allen Bevölkerungskreisen ein Zeltlager durch und gründete damit die “Boyscouts”. 1920 wurde Bi-Pi zum »Chief Scout of the World« ausgerufen. 1930 wurde seine Frau Olave »Chief Guide of the World«. Bis er sich in sein geliebtes Afrika zurück zog schrieb er eine menge Bücher und organisierte die unter anderem auch die Jamborees. Er starb am 8. Januar 1941 im Alter von fast 84 Jahren in seinem Haus in Nyeri (Kenia).

Bi-Pi-Tag

22. Februar, der Geburtstag von Bi-Pi. Das ist der Tag, an dem alle Pfadis weltweit Bi-Pi’s Geburtstag feiern. Normalerweise treffen sich die Pfadfinder an diesem Tag am Morgen vor der Schule zu einem gemeinsamen Frühstück und einem kurzen Fackel-Marsch durch die Stadt und gehen dann in Pfadiuniform in die Schule.

Biwak

Wenn die Pfadis biwakieren, heisst dies meistens, dass sie nicht in den grossen 8er- oder 10er- Gruppenzelten sondern eine Nacht in selbstgebauten Plachenzelten übernachten. Diese werden aus quadratischen Stoffplachen mit einer Kantenlänge von 1.65m geknüpft. Die verschiedenen Zeltkonstruktionen, die man aus Blachen herstellen kann, tragen Namen wie: Berliner, Sarg, Gotthardschlauch etc.

BPSMTZ

Blofi, Papier, Schnur, Messer, Taschentuch, Zeitung

Bu-La

Kurzform für Bundes-Lager. Das Bu-La ist ein gesamtschweizerisches Pfadilager, an dem die meisten Einheiten der PBS teilnehmen und wird alle 10 bis 14 Jahre durchgeführt. Das letzte Bu-La fand 2008 unter dem Motto “contura 08” in der Lintheben statt.


C


D

Dreck

Etwas, was man in der Pfadi lieben lernt, was den Müttern unendliche Geschichten von Samstag Nachmittagen erzählt und was nach jedem Lager Waschmaschinenfilter endgültig verstopft. Ein Pfadi ohne Dreck ist wie Raum ohne Zeit, ein Vogel ohne Flügel oder ein Baum ohne Blätter. Gewisse Leute behaupten sogar, ein richtiger Pfadfinder esse davon bis zu 7 Kilo jährlich…


E

Einheiten

Das ist der Überbegriff für alle Meuten und Trupps.

Elfenauheim

Unser Pfadiheim im Berner Elfenau-Quartier, im Grünen und nahe der Aare…

Siehe:
Pfadiheime
Zu unseren Pfadiheime Mauerrain, Elfenau, Bantiger, Eymatt, Hartlisberg, Ramslouene, Nobsi und Rotweisse Insel.

ENJOY

ENJOY war ein Ferienlager für Kinder und Jugendliche zwischen 9 und 16 Jahren, das jeweils in der dritten Berner Herbstferienwoche auf dem Hartlisberg ob Steffisburg stattfand. Nebst den Mitgliedern aus der Patria wurden da auch Kinder und Jugendliche eingeladen, die sonst nichts mit Pfadi zu tun hatten aber einfach Lust auf ein Adventure-Ferienlager hatten!

Etappen (1. Stufe)

Das sind die Abzeichen, die das Wölfli am rechten Oberarm trägt. Es gibt 3 Etappen. Für jede Etappe muss eine Prüfung abgelegt werden, bei der man seine Fähigkeiten unter Beweis stellt.

1. Etappe – Jungwolf (8 Jahre): Der Jungwolf weiss, wie es in der 1. Stufe läuft und ist gut in das Rudel integriert.
2. Etappe – Sternwolf (9 Jahre): Bei bestandener Erststernwolf-Prüfung erhält das Wölfli den 1. Stern.
3. Etappe – Zweisternwolf (10 Jahre): Nach der Zweisternwolf-Prüfung erhält das Wölfli den 2. Stern.

Exer (2. Stufe)

Das sind die Abzeichen, die das Pfadi am rechten Oberarm trägt. Es gibt 3 Exer. Für jeden Exer muss eine Prüfung abgelegt werden, bei der man seine Fähigkeiten unter Beweis stellt.

1. Exer – Jungpfadi (JP, 12 Jahre): Der Jungpfader frischt seine Erfahrungen noch einmal auf, und kann beweisen, was er bei den Wölfen gelernt hat. Er kennt das Pfadileben.
2. Exer – Pfadi (P, 13 Jahre): Der Pfader findet sich gut mit der Pfaditechnik zurecht und kann seine Fähigkeiten in jeder Situation anwenden. Er ist erfahren und selbständig.
3. Exer – Oberpfadi (OP, 14 Jahre): Ein Oberpfadi kennt sämtliche Tips und Tricks der Pfaditechnik, hat schon ein Bisschen Führungserfahrung und ist das Vorbild der anderen.


F

Fähnli

So nennen sich die Gruppen in einem Trupp. Die Fähnli tragen in der Patria jeweils den Namen eines Tieres und werden von einem Venner und seinem Jungvenner geleitet. Regelmässig finden Fähnliübungen statt, an welchen sich nur das Fähnli und nicht der ganze Trupp trifft. Auch während den Lagern findet meistens ein Hike statt, den man mit seinem Fähnli verbringt.


G

Gamelle

Das Lieblings-Essgeschirr der Pfadfinder. Die Gamelle ist robust, zweiteilig und aus Metall gefertigt. Im unteren Behälter kann man bis zu 2 Liter Wasser auf dem offenen Feuer zum Kochen bringen und darin Speisen zubereiten und den Deckel braucht man als Teller. Ausserdem haben in der Gamelle auch das Besteck, ein Becher und ein Abrockentüchlein Platz, so dass man kompakt alles beieinander hat, wenn man unterwegs etwas kochen und essen will.

Gesetz

Jede Gemeinschaft benötigt Spielregeln, die das Zusammenleben erleichtern sollen. Das Pfadigesetz soll ein Wegweiser für das Verhalten in der Pfadi und ein Leitbild für uns alle sein. Es lautet:

1. Stufe (Wölfli)

Mir Wölfli wei:

zunenand luege, enand hälfe und vonenand lehre
Sorg ha zur Natur und zur Umwält
mit Ouge, Nase, Ohre, Muul und Händ Nöis entdecke

2. Stufe (Pfadis)

Wir Pfadi wollen:

offen und ehrlich sein
andere verstehen und achten
unsere Hilfe anbieten
Freude suchen und weitergeben
miteinander teilen
Sorge tragen zur Natur und allem Leben
Schwierigkeiten mit Zuversicht begegnen
uns entscheiden und Verantwortung tragen
Mit dem Pfadiversprechen, das zwar freiwillig ist, aber die meisten Patrianer im Laufe ihrer Pfadizeit einmal ablegen, verpflichtet sich der Pfadfinder, sich nach Möglichkeit nach dem Pfadigesetz zu verhalten. Sei das während Pfadiaktivitäten aber auch während der Freizeit und im Privatleben.”


H

hajk

“hajk Scout & Sport” ist die Material- und Bekleidungsstelle der Pfadibewegung Schweiz. Wir nennen es im Pfadijargon auch “MaBü” (Materialbüro). Dort kann man alles kaufen, was es für die Pfadi so braucht: Pfadiunifomen, Krawatten, Abzeichen, Schlaf- und Rucksäcke, Wanderschuhe, TaLa’s, LiBü’s, Ausbildungsunterlagen und noch viele weitere nützliche Accessoires.

hajk Scout & Sport, Speichergasse 31, 3011 Bern, 031 838 38 38, office@hajk.ch, www.hajk.ch

Mo-Fr 10:00 bis 18:30, Do bis 20:00, Sa 9:00 bis 17:00 (alle Angaben ohne Gewähr)

Hartlisberg

Der grosse Patrianische Landsitz… In diesem Heim auf dem Hartlisberg ob Steffisburg mit herrlicher Sicht ins Berner Oberland finden Lager wie AuBiLa oder ENJOY statt.

Siehe:
Pfadiheime
Heim
Siehe:
Pfadiheime


I


J

Jamboree

BiPi selbst hat diesen Namen dem ersten internationalen Pfaditreffen in London gegeben, an welchem im Jahre 1920 fünftausend Pfadi aus 34 Ländern teilgenommen haben. Später fanden die Jamborees alle 4 Jahre statt, mit einem Unterbruch während des zweiten Weltkrieges. Am Jamboree können Pfadi aus der ganzen Welt im Alter von 14 bis 18 Jahren teilnehmen.

JPK

Abkürzung für Jungpfadi-Kandidat. Sobald das Wölfli mit 11 Jahren von seiner Meute zu den Pfadis in einen Trupp übertritt, oder wenn ein Neuling in einen Trupp eintritt, ist er Jungpfadi-Kandidat. Mit dem Ablegen des 1. Exers, wird man dann Jungpfadi.

Siehe:
Exer (2. Stufe)

Jungvenner

Der Jungvenner unterstützt seinen Venner bei der Führung des Fähnli. Er hilft im die Übungen zu planen und übernimmt einfachere administrative Aufgaben. Mit dem Amt als Jungvenner beginnt man sich langsam an Führungsaufgaben heranzutasten und erfährt schrittweise, was es bedeutet Verantwortung zu übernehmen.


K

Kompass

Ein wichtiges Hilfsmittel zur Orientierung im Gelände. Der Merksatz zum Kompass heisst: Nie Ohne Seife Waschen.

Kravatte

In der Pfadi tragen alle eine Krawatte. Die Krawatte ist weltweit das Erkennungszeichen Nummer Eins unter den Pfadfindern. Die Krawatten der Einheiten der Patria haben alle einen Rand in den rot-weissen Corps-Farben, der die Zusammengehörigkeit des gesamten Corps symbolisiert.


L

Lager

Lager sind die Höhepunkte im Pfadijahr. Während dem Lager ist man mal über längere Zeit unter sich und dort gilt, dass jeder für jeden da ist und man sich so organisiert, dass man das Lager gemeinsam zum unvergesslichen Erlebnis werden lässt. Die wichtigsten Lager sind das Pfi-La und das So-La.

Lagerbauten

So nennt man alle baulichen Kunstwerke, die während einem Lager aufgebaut werden. Der Pfadfinder kommt mit einem Minimum an gekauftem Material aus und ist bestrebt, aus Material aus der Natur seinen Lagerplatz zu verschönern. Beim Aufbau der grossen Holz-Lagertürme, Plattformen für Hochzelte, Gamellenbäume, Timber, Aufenthaltszelte, Hollywood-Schaukeln, Lagerküchen etc. werden die erlernten Pfatech-Fähigkeiten praktisch angewendet.

Leiterabzeichen

Die Pfadileiter tragen auf der rechten Brusttasche der grünen Pfadiuniform ein Leiterabzeichen. An der Farbe des Leiterabzeichens (und der Pfeifenschnur) erkennt man den Ausbildungsstand eines Leiters und seine Funktion.

gelb Hilfseinheitsleiter, J+S Leiter 1
orange Hilfs- / Einheitsleiter, J+S Leiter 2
rot Stufenbetreuer
violett Abteilungsleiter
blau Mitarbeiter der Corpsleitung, Corpsleiter

LiBü

Kurzform für Liederbüchlein. Das meistverbreitete LiBü ist das “Rondo” und gehört selbstverständlich zur Standardausrüstung eines jeden Patrianers. Da sind über 270 Seiten mit allerhand Liedtexten und Musiknoten drin und das ganze im Taschenformat. Wenn am Lagerfeuer nicht gesungen würde, wäre man ja nicht in der Pfadi…


M

MaBü

Pfadi Materialbüro

Siehe:
hajk

Mauerrain

Unser Pfadiheim mitten in der Stadt Bern, 2 Gehminuten vom Hauptbahnhof weg!

Siehe:
Pfadiheime

Mis Beschte!

Der Wahlspruch der Wölfli. Er bedeutet, dass die Kinder im 1.-Stufen-Alter ihr Bestes geben wollen, um nach Pfadigesetz und Pfadiversprechen zu handeln. Sie erfahren, dass man nicht immer der/die Beste sein muss, sondern dass es vor allem wichtig ist, sein Bestes zu geben.

Siehe:
Allzeit Bereit!

Meute

So nennt man eine Einheit der 1. Stufe. Eine Meute hat zwischen 15 und 30 Mitglieder und ist in Rudel aufgeteilt, die je von einem Rudeler und einem Hilfsrudeler angeführt werden. Der Wölfliführer und 1-2 Hilfswölfliführer sind für ihre Meute verantwortlich. Die Meuten tragen jeweils einen Namen eines Tieres aus dem Dschungelbuch.


N


O


P

Patria

So heisst unser Pfadicorps seit 1913.

Patria-Abzeichen

Alle Patrianer tragen auf dem linken Oberarm das Patria-Abzeichen und darüber hängt an der linken Patte der Pfadiuniform der Patria-Flotteur.

PBS

Die Pfadibewegung Schweiz (PBS) ist 1987 aus der Fusion des Schweizerischen Pfadfinderbundes (SPB) und des Bundes Schweizerischer Pfadfinderinnen (BPS) entstanden. Der SPB wurde 1913 gegründet, der BSP 1919. Sie haben sich zusammengeschlossen, um ihre Kräfte und Ideen zu vereinen und einem wichtigen Wunsch der Mitglieder zu folgen. Alle Bienli, Wölfe, Pfadfinderinnen, Pfadfinder, Cordées, Raider, Ranger und Rover in der Schweiz sind Mitglied der PBS, die ca. 60’000 Mitglieder hat und die grösste Kinder- und Jugendorganisation in der Schweiz ist. Die Alt-Pfadi sind gesamtschweizerisch im Verband “Ehemalige Pfadi Schweiz” zusammengeschlossen.

PBSMTZ

Siehe BPSMTZ

Persönlicher Fortschritt

Ausbildung ist in der Pfadi ein zentrales Thema. Die Kinder und Jugendlichen werden ihrem Alter und ihren Fähigkeiten entsprechend meist spielerisch aus- und weitergebildet. Der persönliche Fortschritt und die bereits absolvierten Prüfungen werden meist mit Abzeichen auf der Pfadiuniform dokumentiert.

Pfadigesetz

Siehe:
Gesetz

Pfadigruss

Pfadiuniform

Die Pfadfinder sind traditionell an ihrer Pfadiuniform erkennbar. Die Wölfli (1. Stufe) tragen eine hellblaue, die Pfadis (2. Stufe) eine khaki-farbene und die Leiter und Rover (4. Stufe) eine grüne Pfadiuniform. Die Pfadiuniformen werden im Laufe der Zeit mit verschiedenen Abzeichen (›Persönlicher Fortschritt) und Lagererinnerungen geschmückt. Die Uniform dokumentiert damit dem Werdegang jedes einzelnen und hält alle schönen Erinnerungen wach…

Pfatech

Kurzform für Pfaditechnik. Dazu gehören folgende 3 Haupt-Kategorien:

Pionier
Seilkunde
Materialkunde
Umgang mit Werkzeugen
Lagerbauten
Feuer
Kochen
Übermitteln
Samariter
Erste Hilfe
ABC / GABI / BAPP / CPR
Notfall-Kontaktnummern
Meldeschemata
Topographie
Orientierung
Kartenkunde
Kompass
Draussen sein
Wetterkunde
Sterne

Pfeifenschnüre

An der Farbe der Pfeifenschnur (und des Leiterabzeichens) erkennt man den Ausbildungsstand eines Leiters und seine Funktion.

silbergrau Jungvenner / Venner
gelb Hilfseinheitsleiter, J+S Leiter 1
orange Einheitsleiter, J+S Leiter 2
rot Stufenbetreuer
violett Abteilungsleiter
blau Mitarbeiter der Corpsleitung, Corpsleiter”

Pfi-La

Abkürzung für Pfingst-Lager. Das Pfi-La dauert 3 Tage und ist das typische Pfadilager schlechthin. Ab dem Wölfli-Alter gehört das Pfi-La zum Standardprogramm jedes Pfadfinders und die meisten werden auch während dem Pfi-La getauft.


Q


R

Ramslouene

Unser hübsches Pfadiheim im Kiental / Berner Oberland. Im Frühtau zu Berge…

Siehe:
Pfadiheime

Rot-Weisse Insel

Die Patria Hütte auf einer Aare-Insel in der Gemende Muri-Gümligen. Wer Lust auf sommerlichen Grillplausch und Badespass in der Aare hat, ist hier richtig…

Siehe:
Pfadiheime

Rudel

So nennt man eine Gruppe von Wölfli innerhalb einer Meute. Ein Rudel wird vom ältesten und erfahrensten Wölfli, dem Rudeler und seinem Hilfsrudeler angeführt. Die Rudel haben je eine Rudelfarbe und jedes Mitglied eines Rudels trägt ein Wölfliabzeichen in der Rudelfarbe an seiner Pfadiuniform.


S

Schlafsack

Schlafsack und Rucksack gehören zu den wichtigsten Lagerutensilien jedes Pfadfinders. Ein guter und pfaditauglicher Schlafsack hat aber durchaus auch seinen Preis. Die Erfahrung zeigt, dass man als Pfadi den leichtesten Sommerschlafsack der Eltern, der früher mal zum campieren an einem warmen Strand gebraucht wurde, nur ein einziges Mal in ein Lager mitnimmt. Pfadi ist halt nicht immer nur Schönwettersache. Auch wenn’s draussen regnet, kalt ist oder sogar schneit, belieben Pfadfinder zu zelten. Da lohnt sich ein etwas teurerer Daunenschlafsack ziemlich rasch mal. Wer einen Schlafsack anschaffen will, erkundigt sich am besten mal bei seinem Einheitsleiter. Der hat schon viel Lagererfahrung und steht gerne mit Tipps und Tricks zur Verfügung. Auch die Mitarbeiter des Pfadi-Materialbüros “hajk” wissen sehr gut Bescheid.

So-La

Abkürzung für Sommer-Lager. Das So-La der 2. Stufe dauert normalerweise 14 Tage und findet irgendwo in der Schweiz statt.

Siehe:
Lager


T

TaLa

Auch das wieder ein typisches Pfadikürzel, diesmal für die Taschenlampe. Wer an der Nachtübung keine hat, sieht schwarz.

Taufe

Jeweils im 1. Lager (Pfi-La oder So-La) wird man als Wölfli oder Pfadi vom Taufgeist getauft. Der Pfadiname wird als Rufname gebraucht und während den Übungen oder Lagern sprechen sich alle nur mit den Pfadinamen an. Normalerweise wird man beim Übertritt in die 2. Stufe vom Taufgeist mit einem neuen Pfadinamen versehen.

THILO

Das THILO ist das Schweizer Pfadibüchlein schlechthin und ein Reisebegleiter, dem man für fast alle Lebenslagen Anleitungen, Tipps, Tricks und Know-how entlocken kann. Es wurde in Anlehnung an das von Bi-Pi geschriebene Buch “Pfadfinder”” geschrieben und an die heutige Zeit und die schweizerischen Gegebenheiten angepasst. Ein Muss für den richtigen Pfadfinder. Man findet im THILO auf knapp 300 Seiten im Taschenbuchformat die folgenden Kapitel: Die Pfadibewegung – Die Welt in der wir leben – Pfaditechnik -Erste Hilfe – Natur und Umwelt – Lagerleben – Ideenkiste”

Trupp

So nennt man eine Einheit der2. Stufe. Ein Trupp hat zwischen 20 und 50 Mitglieder und ist in Fähnli aufgeteilt, die je von einem Venner und einem Jungvenner geleitet werden. Der Truppführer und 1-2 Hilfstruppführer sind für ihren Trupp verantwortlich. Die Trupps tragen jeweils den Namen eines Edelsteins, dessen Farbe derjenigen der Trupp-Krawatte entspricht.

Siehe:
Meute


U

Übung

Wie es der Name schon sagt, wird an den Übungen am Samstagnachmittag für die Weekends und Lager, welche die Höhepunkte im Pfadijahr darstellen, geübt. Ein Lager wird nämlich nur dann gut, wenn alle richtig vorbereitet sind und jeder gleich von Anfang an weiss, was zu tun ist damit das Lager richtig fägt.


V

Venner

Der Venner ist für das Fähnli verantwortlich, er organisiert die Fähnliübungen und erledigt einfache administrative Aufgaben. Er wird dabei vom Jungvenner unterstützt.

Vennerschnur

Sobald man das Amt als Jungvenner oder Venner antritt, erhält man eine graue Pfeifenschnur, welche am linken Oberarm an der Pfadiuniform getragen wird.

Vennerstreifen

Der Vennerstreifen ist ein Abzeichen in Form eines grauen Stoffstreifens, welcher an der linken Brusttasche der Pfadiuniform getragen wird. An einem Streifen erkennt man die Jungvenner und an zwei die Venner.

Versprechen

Das Versprechen wird im 2. Sommerlager eines Pfadis abgelegt. Das Versprechen drückt den Sinn und die Grundlagen der Pfadibewegung aus. In der PBS gibt es der Stufe angepasste Versprechen

Das Versprechen lautet:

1. Stufe (Wölfli)

Ig wott bi de Wölfli mitmache.
I gibe mir Müeh, mis Beschte z’tue und mi a üses Gsetz z’halte.
Das Wölfli bringt mit dem Ablegen des Versprechens zum Ausdruck, dass es dazugehören will. Das Versprechen soll dem Kind helfen, auch ausserhalb der Pfadi ein Wölfli zu sein und so zu handeln.

2. Stufe (Pfadi)

Ig verspriche, mis Müglechste z’tue, für

mi immer wieder vo Nöjem mit em Pfadigesetz usenander z’setze
nach Sinn und Ziel vo mim Läbe z’sueche
mi i jedere Gmeinschaft yzsetze, woni drin läbe.
Zäme mit Öjch allne probieren ig, nach däm Verspräche z’läbe.


W

WOSM/WAGGGS

World Organisation of the Scout Movement /World Association of Girl Guides and Girl Scouts. Es gibt auf Weltebene zwei Weltbünde, denjenigen der Pfadfinderinnen (WAGGGS) und denjenigen der Pfadfinder (WOSM). WAGGGS hat den Sitz in London, WOSM in Genf. Als fusionierter Verband ist die Pfadibewegung Schweiz (PBS) Mitglied beider Weltbünde. Delegierte aller Mitglieder-Verbände der Weltbünde treffen sich alle drei Jahre zur Weltkonferenz. Wichtigstes Thema ist dabei die Zukunft der Bewegung. An diesen Konferenzen werden auch die Orte und Daten wichtiger internationaler Treffen, wie Jamboree und Moot, festgelegt.


X


Y


Z

Zeltlager

Das ist die häufigste Form der Pfadilager. Da sich der Pfadfinder gerne in der Natur aufhält, ist es naheliegend, dass er seine Lagerdirekt in der Natur in einem Zelt verbringt. Eine Angewohnheit haben wir aber: Pfadfinder zelten eigentlich nie auf einem öffentlichen Zeltplatz. Pfadfinder zelten viel lieber im Wald oder irgendwo an einem Waldrand auf dem Feld eines Bauern. Auch wenn’s dort keine Infrastruktur hat: Der Pfadfinder weiss sich draussen zu helfen!

Zorrospiel

So nennt man das Spiel, das in keinem Lager fehlen darf. Am Anfang des Lagers werden für den Zorro 10 bis 15 Aufgaben bestimmt, welche er zusammen mit 2-3 Hilfszorros während dem Lager erfüllen muss. Der Zorro wird geheim gewählt und während dem Lager gilt es, den Zorro auf frischer Tat zu ertappen, und herauszufinden, wer nun Zorro ist, bevor er mit seinen Gehilfen alle Aufgaben gelöst hat.